Tierfilm

Tierfilme sind bei jung und alt gleichermaßen beliebt. Sowohl als Protagonisten in Spielfilmen, als Helden in zum Leben erweckten Comicstreifen als auch als Statisten in Tierdokumentationen oder wissenschaftlichen Filmstudien, Tiere garantieren immer wieder den Publikumserfolg einer filmischen Produktion.

Dabei ist Tierfilm nicht gleich Tierfilm. Unterscheiden lässt sich diese Sparte in einige Bereiche. Als erfolgreichster Vertreter ist hierbei wohl zweifelsohne der Tierspielfilm zu nennen, wobei man diesen zwischen Realfilm, also der Beteiligung von echten Tieren und Menschen, und Trickfilm, sowie Mischformen dieser beiden unterscheiden muss.

Die Haupthandlung ist hierbei die filmische Verarbeitung des klassischen Filmthemas, wie etwa der Kampf “Gut gegen Böse”, Liebesgeschichten, Abenteuer und natürlich auch das Tier als Retter in der Not.

Doch auch der reguläre Tierfilm kann durchaus neben den teils hollywoodreifen Streifen bestehen, zumal auch diese es teilweise bis in die Kinosäle geschafft haben. Der Tierfilm an sich, ein Subgenre des Dokumentationsfilms, behandelt vorwiegend Verhaltensweisen, Lebensräume und Fortpflanzungsgeschehen/Aufzucht einzelner Tierarten oder multipler Tierarten in geografisch eingegrenzten Gebieten, wie etwa der Wüste, des Meeres oder der Savanne.

Durch spezielle Aufnahmetechniken, die Verwendung von Nachtsichtgeräten, Zeitraffern oder 3D/HD-Qualität wird dem Zuschauer das Leben des Tieres möglichst naturgetreu wiedergegeben und er bekommt Einblicke in Lebensweisen, die man normalerweise nie zu Gesicht bekommt.

Bekannte Tierfilm-Produktionen

Zu den bekanntesten Produktionen gehören in der Kategorie Tierspielfilm beispielsweise “Amy und die Wildgänse” (KAN 1996, mit Anna Paquin und Jeff Daniels), “Free Willy” (USA 1993, mit Jason James Richter, Sequels dazu kamen 1995 bzw 1997 in die Kinos). In der Kategorie Tiertrickfilm sind Filme wie “Bambi” (USA 1942), “Bernhard & Bianca – Die Mäusepolizei” (USA 1977) und der derzeitige Kassenschlager “Ice Age” (USA 2002, die Fortsetzung lief 2006, Teil 3 ist aktuell im Kino zu sehen).

Tierdokumentationen existieren sowohl als Fernsehfilm, Serie oder als große Kinoproduktion. Erwähnenswert hierbei sind dabei u.a. “Serengeti darf nicht sterben” (D 1959, von und mit B. Grzimek, Kinofilm), “Die Wüste lebt” (USA 1953, Kinofilm), “Unser blauer Planet” (GB 2001, Fernsehserie der BBC). Sehr beliebt sind auch moderne Formen der Tierdokumentation, wie etwa begleitende Real-Life-Soaps über den Alltag im Zoo, beim Tierarzt oder mit Tiertrainern, wie etwa “Elefant, Tiger & Co.” (D 2003, Fernsehserie).