Horrorfilm
Das wohl wichtigste Ziel eines Horrorfilms ist das Erzeugen von Angst bei den Zuschauern. Wie der Name Horror, der aus dem Lateinischen stammt, schon suggeriert, geht es um das “Grausen”. Ein Horrorfilm setzt gezielt Szenen ein, die beim Zuschauer Angst und Unbehagen hervorrufen sollen.
In vielen Horrorfilmen spielen übernatürlich Phänomene, wie Geister, Vampire oder Untote, sogenannte Zombies, eine wichtige Rolle. In ihrer bedrohlichen Art lösen sie bei den Zuschauern Angstgefühle aus.
Mindestens ebenso wichtig ist der Einsatz eines menschlichen Protagonisten, der als Mörder – meist in irgendeiner Form maskiert – fungiert. Neben diesen beiden Sorten von Horrorfilmen existieren noch weitere Untergenres. In der Kategorie des Psychohorrors, der sich vor allem der asiatische Horrorfilm verschrieben hat, wird ein latentes Gefühl der Bedrohung aufgebaut, wobei der Zuschauer oftmals nicht weiß, woher diese Bedrohung überhaupt stammt. Diese Angst vor dem Unbekannten stellt ein wichtiges Merkmal des Horrorgenres dar; wie kaum ein anderes Genre hängt der Horrorfilm stark von seiner Inszenierung ab.
Durch das richtige Einsetzen von Licht und Schatten, dem geschickten Platzieren von passender Hintergrundmusik sowie der Wahl des richtigen Schauplatzes wird eine bedrohliche Atmosphäre erzeugt. In diesem Kontext werden dann überraschende Momente, sogenannte Schockeffekte, eingebaut. Während Filme, in denen menschliche oder übernatürliche Mörder im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen, ihren furchteinflößenden Effekt eher durch solche kurzen Szenen erhalten, steht beim Psychohorror eine bedrohliche Umgebung und Atmosphäre im Mittelpunkt.
Ein weiterer wichtiger Aspekt des Genres ist seine teils sehr explizite Gewaltdarstellung, die vor allem im Untergenre “Splatterfilm” auf die Spitze getrieben wird. Dementsprechend werden viele Horrorfilme auf Grund dieser übermäßigen Darstellung von Gewalt verboten oder geschnitten.
Wichtige Genrevertreter sind beispielsweise der Zombiefilm “Die Nacht der lebenden Toten” von George A. Romero, “Der Exorzist”, der Tierhorrorfilm “Der weiße Hai”, die Serienmörderstreifen “Blutgericht in Texas”, “Halloween” oder “Freitag der 13.” sowie “Scream” von Kultregisseur Wes Craven oder der Psychohorrorfilm “Ring”.