Abenteuerfilme
Abenteuerfilme haben bei Filmemachern – und besonders in Hollywood – eine lange Tradition. Sie begann mit frühen Mantel-und-Degen Filmen oder mit Westernabenteuern. Doch was ist eigentlich genau ein Abenteuerfilm?
Die Bezeichnung lässt sich nicht genau abgrenzen. Zum Beispiel werden Western teilweise zu den Abenteuerfilmen gezählt, andererseits gelten sie oft als eigenes Genre.
Immer hat ein Abenteuerfilm jedoch eine aufregende und von zahlreichen Ereignissen geprägte Handlung. Der Film erzählt meist die Geschichte eines bestimmten oder einer Gruppe von Helden, die von einer abenteuerlichen Situation in die nächste geraten. Dabei sind sie stets an mehreren Schauplätzen unterwegs, die oft über ganze Länder und Kontinente verteilt sind.
In den allermeisten Fällen wird besonderer Wert darauf gelegt, dass der Zuschauer sich mit dem/den Protagonisten des Abenteuerfilms identifizieren kann. Nebenhandlungen sind selten, fast immer gibt es nur einen Handlungstrang.
Es geht bei Abenteuerfilmen meist um die heldenhafte Entwicklung der Hauptperson, die meist der klassischen mythologischen Reise entspricht, bei welcher der Hauptdarsteller über sich selbst hinauswächst angesichts diverser Gefahren, die es zu bestehen gilt.
Abenteuerfilme haben zumeist eine etwas realistischere Handlung als reine Actionfilme, auch wenn das Actionelement deutlich vorhanden ist. Sie werden auch häufig in der Vergangenheit angesiedelt.
Zu den Abenteuerfilmen zählen die Filmkritiker meist Piratenfilme, Ritterfilme, Mantel-und-Degen Filme und Filme, die in der Antike spielen.
So zählt beispielsweise „Ben Hur“ mit Charlton Heston zu den berühmtesten Abenteuerfilmen. Hier wird ganz wie im klassischen Abenteuerfilm üblich die Reise eines Mannes zur Zeit Christi Geburt dargestellt. Es ist eine Reise durch zahlreiche gefahrvolle Situationen und zu sich selbst.
Auch „Gladiator“ mit Russel Crowe ist ein Abenteuerfilm im Gewand eines Historienfilms.
Zu den Piratenfilmen zählt „Fluch der Karibik“ mit Johnny Depp. Dieser Film hat alle Elemente des klassischen Abenteuerfilms in modernem Gewand verinnerlicht. Liebe, Action und ein Hauptdarsteller, auf den sich alles konzentriert.
Filme wie „Robin Hood – König der Diebe“ mit Kevin Costner oder „Zorro“ mit Antonio Banderas sind moderne Beispiele des Abenteuerfilms. Die Themen sind jedoch alt und wurden schon vor 50 – 80 Jahren erstmals verfilmt. Diese zeitlosen Themen sind eine weitere Charakteristika des Abenteuerfilms.
Der Abenteuerfilm schlechthin ist allerdings „Indiana Jones“. Die Serie mit Harrison Ford in den 80er Jahren erreichte Kultstatus und auch die neueste Folge der Reihe im letzten Jahr lockte zahllose Besucher in die Kinos.